Erscheint viermal jährlich und knüpft an die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine an.

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Verein «Für die Stille»

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Ein Beispiel...
... dafür, wie ein Bibeltext (auf den Sie vermutlich durch die Arbeit am Losungsbüchlein gestossen sind) in den Alltag hinein wirken kann, ist der folgende Text von Käthi Hohl-Hauser, den sie ihrem Gatten 1976 auf eine Reise mitgegeben hat:

«Ich möchte Ihnen so gern etwas sagen, eine kleine Botschaft mitgeben, etwas, das mir selber in meinem oft ziemlich bewegten Leben wichtig geworden ist. Es ist ein Bibelwort, das ich einmal hörte, als ich meinte, ich könne nicht mehr. Als ich meinte, die Arbeit wachse mir über den Kopf und ich bewältige sie nicht mehr. Es steht in Johannes 21, 11: Aber das Netz riss nicht.

Das ist mir seither zu einem grossen Wort geworden. Ich habe es so oft erfahren dürfen. Erstens einmal bei meiner Schreibarbeit, wenn ich so lange hatte an einem einzelnen Text und bei mir dachte: "Du schaffst diesen Monat nicht." Und siehe, das Wunder geschah: er wurde doch bis aufs letzte Blatt fertig. "Das Netz riss nicht".

Aber darüber hinaus ist es mir teuer geworden; so wenn es schien, als würden sich die Kinder von uns entfernen, wenn ich mit ihnen oder um sie litt. "Das Netz riss nicht". Die Kraft wurde zugelegt. Und dann hat dieses Wort in grossem Ausmass in meinen vielfältigen Krankheitsnöten gegolten. Es ging immer wieder. Es ist einer da, der überprüft dieses tragende Netz. Und es hielt und hält auch in den Nöten stand, die durch den Seelsorgedienst an mich herankommen. Und es hält auch, wenn ich mit den 6-9-jährigen Schülern Religionsunterricht halte und es über meine Kraft gehen will. Und es hält, wenn wir viel Besuch haben und ich denke: "Wie mache ich es nur?"

Darum darf und kann ich immer wieder fröhlich sein... Wenn der Herr uns das Netz auswerfen heisst, dann reisst es nicht.»